Jagd auf Antisemiten
Was in Deutschland unmöglich ist, geht in den Niederlande: Einsicht in einen Fehler. Die Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, bedauert inzwischen, dass sie den Begriff Pogrom verwendet hat. Sie habe gesehen, wie der Begriff bis hin zur Propaganda politisiert wurde. Erst später habe sie erfahren, dass sich die rechten Ultras von Maccabi alles andere als friedlich verhalten haben.
"Wir wurden von Israel völlig überrumpelt. Um 3 Uhr morgens hielt Israels Premierminister bereit einen Vortrag über die Geschehnisse in Amsterdam, während wir noch dabei waren, die Fakten zusammenzutragen" , wird die Bürgermeisterin in der Jungen Welt vom 21.11.2024 zitiert.
Geht doch! Warum in Deutschland nicht. Staatsraison heißt die Bürger des Staates müssen zur Raison gebracht werden.
Und noch etwas muss korrigiert werden: einige deutsche Zeitungen waren wenigstens so weit, die Fakten über die Gewalt der Maccabi-Fans zu berichten. Falsch war aber die Wiedergabe. es hieß nicht "Nieder mit den Arabern" sondern "Fickt die Araber" und "Tötet die Araber". Ein seltsames Verständnis von seriöser Berichterstattung: eine Sprache, die eher dem Grunzen ähnelt, hat es nicht verdient geschönt zu werden!
Quelle:
junge Welt, ab Absatz 4
Ich habe mich entschieden: Es war israelischer Pöbel! Ich lasse die Religion aus diesem bösen Spiel.
Eine Szene, in der israelische Fans übelste Hass-Parolen [1] rufen. "Fickt die Araber" und "Sieg für die israelische Armee" - angesichts des Völkermord in Palästina - wird skandiert. Eine Übersetzungen - publiziert auf dem Youtube-Kanal Actuarium - liefern noch ganz andere Hass-Parolen: "Warum gibt es keine Schulen mehr in Gaza? - Weil es keine Kinder mehr in Gaza gibt".
Der Blick auf das Ereignis und was uns tagesschau und Co. verschweigen: Nach dem Europa-League-Spiel von Ajax Amsterdam gegen Maccabi Tel Aviv war es zu Ausschreitungen gekommen.
Andere Parteien der SED gleichzusetzen ist mehr als gewagt. Aber etwas erinnert an das System der guten alten SED: auf Linie bringen heißt das System. Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoguz (SPD) verlinkt auf X (früher twitter) ein Bild mit einem Flammeninferno aus Gaza und dem Kommentar "Das ist Zionismus".