Jagd auf Antisemiten
Auf einem Parteitag in Hannover wurde ein Positionspapier beschlossen, in dem der »heute real existierende Zionismus« in Israels Regierung und Gesellschaft abgelehnt und verurteilt wird. Eine friedliche und gleichberechtigte Zukunft für alle in Israel und Palästina lebenden Menschen wird darin gefordert. Die Unterstützung von Menschen auf allen Seiten, die sich dafür einsetzen, wurde zugesagt.
Die Situation
Die Kunstakademie Düsseldorf ist eine der ältesten und bedeutendsten Kunstschulen Europas. Künstler von Weltrang wie Gerhard Richter, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Joseph Beuys stehen für freies Denken an dieser Hochschule.
Am 21. Januar 2026 fand an der Kunstakademie Düsseldorf im Rahmen der von Studierenden kuratierten Vortragsreihe SPARTA eine Veranstaltung mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif statt. Wie alle Palästinenser liegt auch ihr Palästina, die Heimat ihrer Eltern am Herzen. Völkermord, Massenmord, Kriegsverbrechen, Apartheid, Vertreibung sind Vokabeln mit denen die israelische Politik von internationalen Organisationen, Gerichten, Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaftlern
Die Hochschule berichtet von einer "teilweise radikalen und aggressiven Sprache, ... mit der die Kunstakademie im Hinblick auf die Veranstaltung kritisiert wurde. Aufgrund massiver Bedrohungen gegenüber den Veranstaltenden und der Künstlerin wurde die Veranstaltung hochschulintern durchgeführt. (taz)
Wenn ...
- Deutschland Israels zweit wichtigster Lieferant für die Waffen beim Völkermord in Gaza ist,
- Deutschland auf diplomatischer Ebene versucht den Internationalen Strafgerichtshof als nicht zuständig zu erklären für Palästina/Israel,
- Friedrich Merz im Wahlkampf einen vom IStGH steckbrieflich gesuchten Kriegsverbrecher aus Israel als Staatsgast willkommen erklärt,
dann reagieren deutsche Politiker etwas seltsam, wenn ihnen jemand die Maske vom Gesicht reißt: der Heuchler verlässt den Saal bei der Abschluss-Gala. Was ist passiert?
Sie lehnten sich sehr weit aus dem Fenster ...
DenkMal hält es für einen Straftatbestand, wer sich aus dem Fenster lehnte und sich danach nicht entschuldigt. Der Fall Ofarim lässt erkennen, mit welcher Hysterie in Deutschland mit dem Problem Rassismus umgegangen wird. Er zeigt deutlich auf, welche Blüten austreiben, wenn Antisemitismus dazu benutzt wird,