Wir, die Leute mit den weißen Haaren, müssen uns beeilen, diese Welt zu verlassen. Denn "Z" ist der letzte Buchstabe im Alphabet. Wenn wir uns nicht beeilen, werden wir nicht die letzte Generation - die Generation Z - sein, die von Geburt bis zum Tod in Deutschland keinen Krieg erlebt hat.

Warum diese Eile?

Dann hören Sie zu, was  am 20.7.2026 beim Feierliches Gelöbnis (Vereidigung) auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks vor ca. 240 Rekruten gesprochen wurde:

Liebe Rekrutinnen und Rekruten, so jung wie Sie sind, besteht die Möglichkeit, dass der Krieg im Laufe Ihrer militärischen Laufbahn nach Deutschland zurückkehrt. Schon jetzt währt der Frieden, in den wir geboren sind, länger als jemals zuvor in der Geschichte unseres Landes. Historisch betrachtet ist es unwahrscheinlich, dass Ihr Leben noch vollständig in eine Friedensphase fällt. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist eine der gegenwärtigen Fronten nahe an Deutschland gerückt, und würden die Ukrainer ihre Freiheit nicht so heroisch verteidigen, stünde womöglich jetzt schon auch unsere eigene Freiheit als Europäer unter Beschuss.

Es kann sein, dass Deutschland einmal auf Ihr Heldentum angewiesen sein wird, liebe Rekrutinnen und Rekruten. Sollten Sie dann auf einen Feind zielen, in einem Schützengraben oder Panzer, in einem Flugzeug oder Tausende Kilometer entfernt vor einem Monitor, werden Sie sich hoffentlich daran erinnern, wie essenziell der erste Satz unseres Grundgesetzes ist.

Ja, es kann Situationen geben in Ihrem Beruf, in denen Sie töten werden, und niemand von uns Zivilisten wird Sie darum beneiden. Aber nur wenn Sie dabei die Würde auch Ihres Feindes achten, werden Sie dem Gelöbnis gerecht, das Sie heute ablegen. "

Das war mehr als deutlich: Frieden ist keine Option mehr, Ihr seit dafür vorgesehen, in den Krieg zu ziehen. So zynisch hat es bisher kein Politiker gesagt: die Würde des Menschen beim Töten zu wahren. Mit dem Menschen stirbt auch seine Würde.

Irgendwie sind wir alle Generation Z.

Und was lernen wir daraus?
Widerstand: Ostermarschbewegung - Schulstreik - Kriegsdienstverweigerer - Gewerkschaften vereinigt euch, schließt euch zusammen!


Zusatzinformationen: 

  1. Die Rede hielt Navid Kermani, Vorzeige-Einwanderer aus dem Iran. Anwesend waren Kriegsminister Pistorius, der Generalinspekteur der Bundesweht General Carsten Breuer, ranghöchster Soldat der neuen Kriegsarmee, und demnächst neuer Chef des Nato-Militärausschusse und zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft.
  2. Das Feierliche Gelöbnis (Vereidigung) fand statt auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks. 
    Der Bendlerblock ist ein Gebäudekomplex im Berliner Ortsteil Tiergarten (nach dem Ratsmaurermeister und Kommunalpolitiker Johann Christoph Bendler). Ab 1914 wurde der Bau von verschiedenen militärischen Ämtern genutzt und ist seit 1993 zweiter Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung.
    Während der Zeit des Nationalsozialismus war das Gebäude Bendlerstraße 11–13 Sitz des Allgemeinen Heeresamtes und des Befehlshabers des Ersatzheeres im Oberkommando des Heeres (OKH). Dort befand sich das Zentrum der Widerstandsgruppe des Attentats vom 20. Juli 1944 rund um Generaloberst a. D. Ludwig Beck und Oberst i. G. Claus Schenk Graf von Stauffenberg. An die Widerstandskämpfer erinnern in einigen ehemaligen Diensträumen die Dauerausstellung Gedenkstätte Deutscher Widerstand und im Hof das Ehrenmal für die dort hingerichteten Offiziere. 

Quellen: 

https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/geloebnis-im-gedenken-an-den-deutschen-widerstand/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTIxOTU5Nw
Gelöbnis im Gedenken an den Deutschen Widerstand, 20.07.2026 ∙ phoenix vor ort ∙ phoenix